
Kontext: Warum es wichtig ist, informiert zu mieten
Der Mietmarkt ist in den Großstädten immer wettbewerbsintensiver geworden, und übereilte Entscheidungen können langfristig hohe Kosten bedeuten. Ein 2024 veröffentlichter Storia-Bericht zeigt, dass die Mietpreise im Vergleich zum Vorjahr um etwa 15 % gestiegen sind, vor dem Hintergrund einer hohen Nachfrage in Universitätszentren und in București.[1] In einem solchen Umfeld ist es keine Kür mehr, sondern eine Notwendigkeit, genau zu wissen, was zu tun ist, Schritt für Schritt, von der Wohnungswahl bis zur Registrierung des Vertrags bei ANAF.
Im Folgenden findest du einen praxisorientierten Leitfaden mit konkreten Schritten, damit du unangenehme Überraschungen vermeidest und einen fairen Vertrag sowohl für dich als auch für den Eigentümer hast.
Seit dem 1. Januar 2023 sind private Eigentümer gesetzlich verpflichtet, den Mietvertrag innerhalb von höchstens 30 Tagen nach Unterzeichnung bei ANAF zu registrieren.[2]
Schritt 1: Definiere dein Budget und deinen tatsächlichen Bedarf
Bevor du nach Anzeigen suchst, kläre drei Dinge: das maximale monatliche Budget, die Gegend und die Wohnungsart. Der Storia-Bericht für 2024 zeigt, dass Zwei-Zimmer-Wohnungen auf dem Mietmarkt am gefragtesten sind, da sie ein gutes Verhältnis zwischen Kosten und Komfort bieten.[1] Das bedeutet auch, dass sie schnell vermietet werden. Daher ist es wichtig, dass du weißt, was du willst, bevor du Eigentümer oder Agenturen anrufst.
Frage dich:
- Wie viel kannst du dir monatlich leisten, einschließlich Hausgeld und Nebenkosten?
- Brauchst du einen Parkplatz, einen schnellen Zugang zur U-Bahn oder zur Universität?
- Ist dir Ruhe wichtiger oder eher die Nähe zum Zentrum und zu Bürovierteln?
Lege einen Preisrahmen fest und erstelle eine Shortlist von Vierteln. Vergleiche dann das Angebot auf den wichtigsten Immobilienportalen und in den Anzeigen der Agenturen, damit du ein realistisches Bild der Preise hast und keine Zeit mit Angeboten verlierst, die du dir nicht leisten kannst.
Schritt 2: Was du bei der Besichtigung über den „ersten Eindruck“ hinaus prüfst

Die Besichtigung ist der Moment, in dem du versteckte Probleme entdecken kannst, bevor du dich vertraglich bindest. Beschränke dich nicht auf den Gesamteindruck. Gehe mit einer Checkliste vorbereitet hin und notiere dir deine Beobachtungen, insbesondere wenn du mehrere Wohnungen am selben Tag besichtigst.
Wichtige Prüfungen vor Ort:
- Installationen und Verbräuche: Prüfe Wasserhähne, Wasserdruck, die Art der Heizung der Wohnung (eigene Therme, städtische Fernwärme), die Art der Zähler und ihre Lage.
- Zustand der Fenster und Dämmung: Alte Rahmen oder schlecht schließende Fenster können hohe Heizkosten bedeuten.
- Lärm und Nachbarschaft: Achte auf Straßenlärm, Geräusche im Treppenhaus und von Nachbarn. Im Idealfall vereinbarst du auch einen Besichtigungstermin am Abend.
- Möbel und Elektrogeräte: Prüfe, ob sie funktionieren, und bitte den Eigentümer, im Vertrag eine genaue Liste der Gegenstände und ihren Zustand aufzuführen.
- Nebenkosten: Frage konkret, wie hoch das Hausgeld in den Winter- und Sommermonaten war sowie den Durchschnitt der Nebenkostenabrechnungen im letzten Jahr.
Zögere nicht, mit Einverständnis des Eigentümers Fotos zu machen, damit du später vergleichen kannst und Belege hast, falls es Diskussionen über den Zustand der Gegenstände beim Auszug gibt.
Schritt 3: Die Unterlagen, die du vor der Unterzeichnung anfordern solltest
Bevor es zum Vertrag kommt, fordere einige grundlegende Unterlagen an. Diese geben dir die Sicherheit, dass die Person, mit der du sprichst, tatsächlich der Eigentümer ist oder Verfügungsbefugnis über die Immobilie hat und dass du nicht in eine rechtlich unsichere Situation gerätst.
- Eigentumsnachweis (Kaufvertrag, Erbschein, Übergabeprotokoll des Entwicklers usw.). Bitte darum, das Original oder eine beglaubigte Kopie zu sehen.
- Aktueller Grundbuchauszug zur Information, der kürzlich ausgestellt wurde. Er kann online über das integrierte Kataster- und Grundbuchsystem, das von ANCPI verwaltet wird, per ePayment in wenigen Minuten abgerufen werden.[3] Hier siehst du, ob Hypotheken, Lasten oder Rechtsstreitigkeiten bestehen, die dich betreffen könnten.
- Ausweisdokument des Eigentümers und gegebenenfalls die notarielle Vollmacht einer Person, die in seinem Namen unterschreibt.
- Bescheinigung der Eigentümergemeinschaft, aus der hervorgeht, ob hohe Rückstände beim Hausgeld bestehen, insbesondere bei gemeinschaftlichen Versorgungsleistungen.
Wenn du über eine Agentur mietest, prüfe, welche Provision du zahlst, an wen und unter welchen Bedingungen eine eventuell geleistete Anzahlung zurückerstattet wird, falls das Geschäft nicht zustande kommt.
Schritt 4: Wie du den Mietvertrag korrekt unterschreibst
Das Wohnungsgesetz Nr. 114/1996 sieht vor, dass Wohnraummietverträge schriftlich abgeschlossen werden müssen, wobei die wesentlichen Rechte und Pflichten der Parteien ausdrücklich aufgeführt sein müssen.[4] Auch wenn theoretisch manche mündlichen Absprachen zivilrechtlich wirksam sein können, bleibst du in der Praxis ohne realen Rechtsschutz im Falle eines Rechtsstreits.
In einem gut formulierten Mietvertrag solltest du mindestens Folgendes finden:
- Genaue Identifizierung der Parteien (einschließlich Personenkennziffer/Nummer des Ausweisdokuments, Meldeadresse).
- Vollständige Beschreibung der Immobilie und der mitbenutzten Nebenräume (Keller, Stellplatz, Hof).
- Laufzeit des Vertrags, Bedingungen für Verlängerung und vorzeitige Kündigung.
- Höhe der Miete, Währung, in der gezahlt wird, Fälligkeitstermin, Art der Anpassung (zum Beispiel in Abhängigkeit von der Inflation oder durch jährliche Neuverhandlung).
- Höhe der Kaution (Sicherheitsleistung), Bedingungen und Frist für die Rückzahlung.
- Anlagenliste mit Möbeln, Elektrogeräten und deren Zustand, gegebenenfalls mit beigefügten Fotos.
- Klare Aufteilung der Kosten: Wer zahlt Hausgeld, laufende Reparaturen, kommunale Steuern.
Es wird empfohlen, dass jede Seite von beiden Parteien unterschrieben wird und jede Partei ein Originalexemplar behält. Wenn es unklare Klauseln gibt, verlange Erklärungen oder ziehe einen Anwalt oder Rechtsberater hinzu, insbesondere bei langfristigen Verträgen.
Schritt 5: Registrierung des Vertrags bei ANAF und Sicherheit auf lange Sicht
Ein wesentlicher, oft ausgelassener Aspekt ist die Registrierung des Vertrags bei ANAF. Gemäß dem Steuergesetzbuch, aktualisiert durch die Regierungsverordnung Nr. 16/2022 und die anschließenden von ANAF genehmigten Verfahren, sind private Eigentümer, die Einkünfte aus der Überlassung der Nutzung von Gütern erzielen, verpflichtet, den Mietvertrag innerhalb von höchstens 30 Tagen nach Unterzeichnung zu registrieren.[5] Das Verfahren erfolgt durch Einreichung des Formulars C168, auch online über den „Spațiul Privat Virtual” von ANAF.[6]
Was du als Mieter davon hast, wenn du darauf bestehst, dass der Eigentümer dieser Verpflichtung nachkommt:
- Du hast einen klaren Nachweis des Mietverhältnisses gegenüber Behörden, Banken oder Arbeitgebern, falls du deinen Wohnsitz nachweisen musst.
- Es besteht steuerliche Nachvollziehbarkeit, was Missbrauch in Form von willkürlichen Mieterhöhungen oder improvisierten Räumungen entgegenwirkt.
- Im Streitfall hat der registrierte Vertrag eine höhere und klarere Beweiskraft.
Als gute Praxis solltest du den Eigentümer um eine Kopie der Registrierungsbestätigung oder der Bestätigung aus dem „Spațiul Privat Virtual” nach Einreichung des Formulars bitten. So weißt du, dass alles gesetzeskonform erledigt wurde und die Beziehung zwischen Eigentümer und Mieter auf korrekten Grundlagen beginnt.
Fazit: Schnelle Checkliste, bevor du Mieter wirst
In einem Markt, in dem die Mieten in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind und die Nachfrage in großen städtischen Zentren hoch bleibt, ist es ein Risiko, „auf gut Glück” zu mieten, das du dir nicht mehr leisten kannst. Wenn du die oben beschriebenen Schritte befolgst, wird der Suchprozess zu einer kalkulierten Entscheidung und nicht zu einem Glücksspiel.
- Lege Budget und Zielviertel fest, wobei du die gesamten monatlichen Kosten berücksichtigst.
- Prüfe die Wohnung bei der Besichtigung sorgfältig, nicht nur die Optik, sondern auch Installationen und Nachbarschaft.
- Fordere die Eigentumsunterlagen des Vermieters und idealerweise einen aktuellen Grundbuchauszug an.
- Stelle sicher, dass du einen schriftlichen, klaren Vertrag mit allen wichtigen Klauseln und der Inventarliste hast.
- Bestehe auf der Registrierung des Vertrags bei ANAF innerhalb der gesetzlichen Frist und prüfe sie.
Mit einem Minimum an Aufmerksamkeit und Recherche wird das Mieten zu einem beherrschbaren Prozess, der deine Interessen schützt und dir die nötige Stabilität zu Hause bietet.
Quellen
- Agerpres / Storia: Piața chiriilor în 2024, evoluții și tipuri de locuințe căutate
- ANCPI: Servicii online pentru extras de carte funciară și ePayment
- Fiscalitatea.ro: Obligația înregistrării contractelor de închiriere la ANAF după 1 ianuarie 2023
- ContractInchiriere.ro: Ghid practic 2026 pentru înregistrarea contractului la ANAF, formularul C168
- LawPedia: Contract de închiriere locuință, drepturi și obligații conform Codului civil și Legii locuinței
Întrebări frecvente
Este obligatoriu să am contract de închiriere scris?
Ja. Für Wohnraum verlangen das Wohnungsgesetz und die Rechtspraxis die Schriftform des Vertrags, damit Rechte und Pflichten klar festgelegt und leicht nachweisbar sind.
În cât timp trebuie înregistrat contractul de închiriere la ANAF?
Der private Eigentümer ist verpflichtet, den Vertrag innerhalb von höchstens 30 Tagen nach Unterzeichnung bei ANAF zu registrieren, gemäß dem nach dem 1. Januar 2023 aktualisierten Steuergesetzbuch.
Ce garanție este rezonabil să plătesc la închiriere?
In der Praxis liegt das übliche Niveau bei 1, höchstens 2 Monatsmieten als Kaution, aber die genaue Summe wird verhandelt und muss im Vertrag klar angegeben werden, einschließlich der Bedingungen für die Rückzahlung.