
Warum die Prüfung der Unterlagen vor dem Kauf einer Wohnung unerlässlich ist
In einem volatilen Immobilienmarkt, in dem die Zahl der Transaktionen und der Hypothekarkredite von der BNR genau überwacht wird, wird die Aufmerksamkeit für rechtliche Details zu einer Form des finanziellen Schutzes. Der Bericht der BNR zur Finanzstabilität aus dem Jahr 2024 zeigt, dass die Verschuldung der Bevölkerung durch Hypothekarkredite eine der Hauptverwundbarkeiten darstellt, was bedeutet, dass ein Fehlkauf langfristige Auswirkungen auf das Familienbudget haben kann.
In diesem Kontext sind die Unterlagen einer Wohnung keine bloße Formalität, die man dem Notar überlässt, sondern ein Kapitel, das jeder Käufer verstehen muss. Die Prüfung des Grundbuchauszugs, der Belastungen, der Baugenehmigungen und der steuerlichen Dokumentation kann dir Jahre an Prozessen und zusätzlichen Kosten ersparen.
Der erste obligatorische Filter vor jeder Anzahlung ist der aktuelle Grundbuchauszug, ausgestellt von der ANCPI, der zeigt, wer Eigentümer ist und welche Belastungen auf der Immobilie liegen.
Das Grundbuch: das Dokument, das dir sagt, wer verkauft und was du tatsächlich kaufst
Das Grundbuch ist das öffentliche Register, das die rechtliche Situation der Immobilie beschreibt: wer Eigentümer ist, welche Fläche sie hat, wie sie katastermäßig identifiziert ist und welche Belastungen darauf eingetragen sind. Der Grundbuchauszug ist das offizielle Dokument, das von der ANCPI auf Grundlage dieser Eintragungen ausgestellt wird.
Nach Angaben von Leitfäden und spezialisierten Plattformen, die mit der ANCPI zusammenarbeiten, enthält der Grundbuchauszug wesentliche Informationen: Identifikationsdaten (Katasternummer, Adresse, Fläche, Nutzungsart), die Eigentümer und die Urkunden, auf deren Grundlage das Eigentum erworben wurde, sowie die bestehenden Belastungen Hypotheken, Verfügungsbeschränkungen, Dienstbarkeiten oder Rechtsstreitigkeiten. Diese Elemente sind in drei Teile gegliedert, von denen der dritte Teil den Belastungen der Immobilie gewidmet ist.
Der Auszug kann direkt aus dem System der ANCPI, einschließlich online, über die Plattform ePay.ancpi.ro, bezogen werden, wo ein Grundbuchauszug zur Information mit einer durch Anordnung des Generaldirektors der ANCPI festgelegten Gebühr verfügbar ist. Das Dokument wird elektronisch ausgestellt und trägt die digitale Signatur der Institution, was die Überprüfung der Echtheit über den Barcode auf der ersten Seite ermöglicht.
- Stelle sicher, dass die Adresse und die Katasternummer exakt mit der besichtigten Immobilie übereinstimmen.
- Prüfe, ob der Verkäufer im Vorvertrag derselbe ist wie der im Grundbuch eingetragene Eigentümer.
- Analysiere den dritten Teil des Auszugs, in dem Hypotheken, Verfügungsbeschränkungen, Pfändungen und Rechtsstreitigkeiten erscheinen.
- Verlass dich nicht auf alte Kopien, verlange immer einen aktuellen Auszug, der zur Information ausgestellt wurde.
Was Belastungen im Grundbuch bedeuten und wie sie dich blockieren können

Die im Grundbuch eingetragenen Belastungen stellen jedes Recht oder jede Einschränkung dar, die die Nutzung oder Veräußerung der Immobilie beeinträchtigt. Immobilienberatungs- und Grundbuchauszugsplattformen erklären häufig, dass die häufigsten Belastungen Hypotheken, Verfügungsbeschränkungen und Pfändungen sind, es können aber auch Dienstbarkeiten oder laufende Rechtsstreitigkeiten erscheinen.
Die Hypothek wird in der Regel zugunsten einer Bank bestellt, für den Kredit, mit dem der aktuelle Eigentümer die Wohnung gekauft hat. Das Vorhandensein einer Hypothek bedeutet nicht automatisch, dass du nicht kaufen kannst, aber es bedeutet, dass die Transaktion so strukturiert werden muss, dass die Hypothek gleichzeitig mit dem Verkauf getilgt und aus dem Grundbuch gelöscht wird, in der Regel aus dem vom neuen Käufer gezahlten Kaufpreis oder aus einem neuen Kredit.
Die Verfügungsbeschränkung blockiert den Verkauf bis zu ihrer Löschung. Sie kann zugunsten der Bank, des Staates oder einer anderen Person eingetragen werden. Eine von einer Behörde oder einem Gericht angeordnete Pfändung blockiert ebenfalls die Veräußerung für die Dauer eines Verfahrens. Diese Belastungen sind im Grundbuchauszug detailliert aufgeführt und müssen gemeinsam mit dem Notar oder einem Anwalt analysiert werden.
Die ANCPI sieht auch die Möglichkeit der Ausstellung eines Belastungszertifikats vor, eines eigenen Dokuments, das auf Grundlage der Daten aus dem Grundbuch zu einem durch die Verordnung Nr. 16 aus dem Jahr 2019 festgelegten Tarif bestätigt, ob eine Immobilie mit Belastungen behaftet ist oder nicht. Dieses Zertifikat kann nützlich sein, wenn du eine zusätzliche Bestätigung über die Situation der Immobilie anhand der vollständigen Adresse wünschst.
- Vermeide die Unterzeichnung eines Vorvertrags, ohne geklärt zu haben, wie die bestehenden Hypotheken getilgt werden.
- Prüfe, ob Verfügungsbeschränkungen oder Pfändungen bestehen, und bitte den Notar um Erläuterungen zu deren Auswirkungen.
- Notiere dir die Nummern der Eintragungen, mit denen die Belastungen eingetragen wurden, um sie mit einem Spezialisten besprechen zu können.
Genehmigungen, technische Dokumentation und die Rolle des Notars bei der Prüfung der Unterlagen
Das Grundbuch sagt nicht alles über eine Immobilie aus, insbesondere nicht bei Gebäuden. Für Wohnungen in Neubauten oder für Einfamilienhäuser ist die Prüfung der Baugenehmigung, des Abnahmeprotokolls nach Fertigstellung der Arbeiten und der Eintragung des Gebäudes im Grundbuch unerlässlich.
Der Leitfaden für Wohnungskäufer, der im Jahr 2026 mit Unterstützung der Notare und der Verbraucherschutzbehörden erstellt wurde, betont, dass der Notar verpflichtet ist, die Eigentumsunterlagen des Verkäufers, die rechtliche Historie der Immobilie, das Bestehen von Belastungen, Verfügungsbeschränkungen und Rechtsstreitigkeiten sowie die einschlägigen öffentlichen Register zu prüfen. Außerdem prüft der Notar das Vorhandensein von Verwaltungsakten und vorherigen Genehmigungen, wie zum Beispiel die steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung, die Bescheinigung der Eigentümergemeinschaft, den Energieausweis und andere gesetzlich geforderte Dokumente.
Auch wenn der Notar diese gesetzliche Rolle hat, können nicht alle technischen oder städtebaulichen Probleme ausschließlich im Büro festgestellt werden. Daher wird für Neubauten auch eine Prüfung der städtebaulichen Dokumentation empfohlen städtebauliche Bescheinigung, Baugenehmigung, eventuelle spätere Änderungen sowie ein Gespräch mit einem technischen Spezialisten in komplexeren Fällen.
- Fordere vom Verkäufer die Baugenehmigung und das Abnahmeprotokoll für neue Häuser.
- Verlange den Energieausweis vor der Unterzeichnung des Vertrags.
- Prüfe beim Rathaus, ob es Rechtsstreitigkeiten oder Verwaltungsverfahren gibt, die die Immobilie oder die Gegend betreffen.
Praktische Checkliste: wie eine minimale, aber seriöse Prüfung aussieht
Abgesehen von juristischen Begriffen braucht der Käufer eine klare Liste von Schritten. Die Praxis der Notare und die Empfehlungen der Anwälte im Bereich der immobilienspezifischen Due Diligence zeichnen ein Schema einer minimalen, aber soliden Prüfung, bevor du dich auf eine Transaktion einlässt.
- Eigentumsunterlagen: der vorherige Kaufvertrag, Schenkungsvertrag, Erbschein, Gerichtsurteil oder Eigentumstitel, je nach Situation.
- Grundbuchauszug zur Information: kürzlich von der ANCPI, über das OCPI oder das Portal ePay ausgestellt, der Eigentümer, Fläche und Belastungen bestätigt.
- Prüfung der Belastungen: Hypotheken, Verfügungsbeschränkungen, Pfändungen, Dienstbarkeiten oder Rechtsstreitigkeiten, die im dritten Teil des Grundbuchs eingetragen sind, gegebenenfalls auch Belastungszertifikat.
- Technische und städtebauliche Dokumentation: Baugenehmigung, Abnahmeprotokoll, Katasterpläne, Bescheinigungen und Genehmigungen vom Rathaus, wo dies der Fall ist.
- Steuerliche Unterlagen und Versorgungsverträge: steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Rathaus, Bescheinigung der Eigentümergemeinschaft über die Zahlung der Betriebskosten, Stand der Versorgungsverträge.
- Spezialisierte Beratung: ein Vorgespräch mit dem von dir gewählten Notar, nicht nur mit dem vom Verkäufer vorgeschlagenen, und bei Bedarf mit einem Anwalt oder einem technischen Experten.
Bevor du eine Anzahlung leistest oder einen Vorvertrag unterschreibst, stelle sicher, dass du all diese Schritte durchlaufen und mit dem Notar alle zweifelhaften Punkte im Grundbuch oder in der technischen Dokumentation geklärt hast.
Întrebări frecvente
Was ist der Grundbuchauszug und warum ist er wichtig?
Der Grundbuchauszug ist das offizielle Dokument, das von der ANCPI ausgestellt wird und die aktuelle rechtliche Situation einer Immobilie zeigt Eigentümer, Fläche, katastermäßige Identifizierung und alle eingetragenen Belastungen. Er ist das erste Dokument, das du prüfen musst, bevor du irgendeine Anzahlung für eine Wohnung leistest.
Wie aktuell muss der Grundbuchauszug sein?
Für eine Kaufvertrags-Transaktion wird empfohlen, einen Auszug zu verwenden, der möglichst nahe am Unterzeichnungstermin ausgestellt wurde, in der Regel nicht älter als einige Tage. So stellst du sicher, dass zwischen dem Besichtigungstermin und dem Zeitpunkt der Transaktion keine neuen Belastungen eingetragen wurden.
Muss ich die Unterlagen selbst noch prüfen, wenn sich ohnehin der Notar darum kümmert?
Ja, es ist ratsam, die grundlegenden Dokumente zu verstehen, bevor du zum Notar gehst. Der Notar ist gesetzlich verpflichtet, die rechtliche Situation der Immobilie zu prüfen und die öffentlichen Register einzusehen, aber du bist derjenige, der den Kredit und das finanzielle Risiko übernimmt. Ein Vorgespräch mit dem Notar und eine minimale Beschäftigung mit dem Grundbuchauszug geben dir Zeit, etwaige Probleme vor der Vertragsunterzeichnung zu erkennen und zu klären.
Wie gehe ich vor, wenn auf der Immobilie eine im Grundbuch eingetragene Hypothek lastet?
Das Vorhandensein einer Hypothek blockiert die Transaktion nicht automatisch, bedeutet aber, dass der Verkauf so organisiert werden muss, dass die Hypothek zum Zeitpunkt der Unterzeichnung getilgt und gelöscht wird. In der Regel geschieht dies durch direkte Zahlung an die Bank aus dem Kaufpreis oder aus einem neuen Hypothekarkredit. Das konkrete Schema wird gemeinsam mit der Bank, dem Notar und dem Verkäufer festgelegt, und die Klauseln zur Tilgung der Hypothek müssen im Vertrag klar vorgesehen sein.
Welche weiteren Unterlagen außer dem Grundbuch sollte ich für ein neues Haus prüfen?
Für ein neues Haus solltest du die Baugenehmigung, das Abnahmeprotokoll nach Fertigstellung der Arbeiten, die Katasterdokumentation und idealerweise die städtebauliche Bescheinigung und eventuelle dazugehörige Genehmigungen einsehen. Außerdem solltest du den Energieausweis, die steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Rathaus und gegebenenfalls die Bescheinigung der Eigentümergemeinschaft oder des Entwicklers über die gemeinschaftlichen Kosten anfordern.